| Artikel ID: 203 Kategorie: Sonstige |
Immer wieder kommen Menschen auch im esoterischen Bereich auf die Idee, sich Kraft-, Schutz- oder andere Symbole als Tattoo stechen zu lassen. Was zunächst zwar wie ein Vorteil wirkt, weil das Tattoo praktischer ist, als ein Schutzamulett zum Umhängen, entpuppt sich aber ziemlich zwangsläufig irgendwann als Nachteil, weil: Der Mensch entwickelt sich weiter.
Ein Symbol, welches heute genau das Richtige war, ist es morgen mit Sicherheit nicht mehr. Gerade dann, wenn ein Symbol an der optimalen Stelle angewendet wurde, erschafft es eine Wirkung, einen Wirbel, der den Mensch auf die nächste Stufe bringt, die für ihn bereit steht. Und dann hat dieser Mensch automatisch andere Themen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Symbole müssen nicht ein Leben lang angewendet werden. Symbole haben eine Wirkung und sie können den Geist unterstützen. Wer aber in seinem Geist Programme am laufen hat, er bräuchte dieses oder jenes Symbol "ein Leben lang" - der ist bestimmt nicht im Fluss des Lebens. Statt sich die eigene Zukunft offen zu lassen, hat er dann zugemacht und sich festgelegt. So wie die japanischen Yakuza Verbrechergruppen, die durch die Tätowierungen verhindern wollen, dass die Person jemals aussteigen kann. Da wird das Tattoo dann zum Brandzeichen, zum Besitzstempel, dem sich die Menschen aber freiwillig unterordnen weil sie sich zur Gruppe zugehörig fühlen wollen.
Freiwillig sollte man sich so etwas nicht antun. Du verlierst durch eine Tätowierung deine Offenheit für das Leben, bist im übertragenen Sinne wie ein volles Tagebuch ohne leere Seiten. Ein Teil deines Lebens ist nicht mehr im Jetzt, weil ein Tattoo bereits einen Tag nach dem Stechen einen Zeitpunkt deiner Vergangenheit symbolisiert. Und es gibt aber NICHTS und NIEMANDEN der es wert wäre für ihn nicht im Hier und Jetzt zu leben. Andere Menschen sind nicht mehr wert als DU selbst, egal wie sehr du sie liebst oder gar als Guru empfindest. Es ist natürlich voll in Ordnung sich einer Gruppe Zugehörig zu fühlen, aber es ist nicht in Ordnung zb durch ein Tattoo oder durch ein Gelübde sich für immer an eine Gruppe zu binden, weil wie gesagt, andere überhaupt nicht mehr wert sind als du selbst ! Du verlierst dadurch deine Optionen aus eventuellen Zielen oder gar Verbrechen der Gruppe auszusteigen mit denen du nicht einverstanden bist. Du verlierst dadurch also deine Selbständigkeit und wirst zum Sklaven der Gruppe. Du gibst deine Eingeständigkeit (und damit deine Freiheit) auf indem du dir aus Unterwürfigkeit zur Gruppe ein Tattoo stechen lässt. Der Seele tut solche Anbiederei nicht gut, sie will dass du dein eigener Gott wirst und bleibst und lebst. Ein besonders lehrreiches Beispiel wie solche Zugehörigkeiten durch Tattoos enden können ist das Beispiel der Maras in Salvador. Da gilt dann mitgefangen, mitgehangen..
Interessant ist ja auch der Grund warum Tattoos überhaupt so dauerhaft existieren, warum lösen sich Tattoos eigentlich nicht von alleine auf wenn sich doch die Haut ständig neu bildet ? Und das kommt daher weil die Farbpigmente bis in die Lederhaut hinein gespritzt werden, und da werden diese Pigmente zwar als Fremdkörper erkannt, können aber nicht abtransportiert werden, weil sie für einen Transport durch den Körper und durch die Nieren zu groß sind. Darum werden sie von Fresszellen sozusagen aufgefressen, damit die Pigmente nicht störend auf die organischen Vorgänge in der Haut wirken können. Und weil die Lederhautschicht aber nicht abschuppt, darum verbleiben diese Farbpigmente dann als dauerhafte Fremdkörper ummantelt von Fresszellen in der Lederhaut. Die Farbpigmente bleiben da dauerhaft gefangen. So wirst du ein Leben lang zum Gefangenen deines Tattoos.
Darum sind Aufklebetattoos oder aufgemalte Tattoos oder ein temporäres Bodypainting viel besser, man kann sie für bestimmte Zwecke nutzten und doch gehen sie wieder ab. Zum Beispiel Kriegsbemalungen indianischer Stämme oder in neuerer Zeit das sogenannte Heilen mit Zeichen, wo beispielsweise Körbler Zeichen direkt auf den Körper gemalt werden.
Nein. Weil diese Fresszellen durch Wachstum im Laufe der Zeit ihre Positionen verändern verwäscht das Tattoo mit den Jahren immer mehr. So sehen sie nur am Anfang schön aus, Jahrzehnte später will man sie verstecken oder gar weglasern, was sogar Meridianflussstörungen bewirken kann.
Aus esoterischer Sicht ist die Antwort eindeutig: Weil der Mensch zu faul ist, seine Geisteskräfte einzusetzen. Er könnte sich schließlich in einer Meditation das entsprechende Symbol mit seiner reinen klaren Gedankenkraft visualisieren und setzen. Die Symbolwirkung wäre dann sogar stärker und er könnte das Symbol jederzeit wieder löschen. (Wobei das Löschen meist unnötig ist, weil man idealerweise gleich die Absicht hinzugibt, dass das Symbol nur solange stehen bleiben soll, wie es gebraucht wird.)
Andere Gründe ein Tattoo zu wollen sind meist unbewusst. Der Mensch spürt vielleicht, dass ihm in diesem Körperbereich etwas fehlt. Sein Unterbewusstsein drängt ihn da irgend etwas zu tun. Weil in unserer Gesellschaft aber die Möglichkeiten nicht gelehrt werden, wie man solche Auraschwächen des eigenen Körpers geistig auflösen kann, bleibt vielen Menschen dann nur mit der Krücke eines Tattoos zu hantieren.
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